Josef Traub Wissen

Kleinkohlen und Kohlebürsten

Was ist der Unterschied zwischen Kohlebürsten, Motorkohlen und Schleifkohlen?

Es ist dasselbe Bauteil. Kohlebürste ist der technische Begriff, Motorkohle und Schleifkohle sind Synonyme aus der Praxis. Kleinkohlen meinen die kompakten Baugrössen, Industrie-Kohlebürsten die grossen Ausführungen.

Woran erkenne ich, dass die Kohlebürsten gewechselt werden müssen?

Zunehmende Funkenbildung am Kollektor, nachlassende Leistung, unruhiger Lauf oder eine Kohle an der Verschleissmarke. Kohlebürsten immer paarweise tauschen, damit beide gleichmässig einlaufen.

Welche Kohlebürste passt zu meinem Elektromotor?

Entscheidend sind die drei Masse der Kohle, die Anschlussart und das Material. Am schnellsten geht es, wenn Sie die alte Kohle ausmessen oder die Bezeichnung der bisherigen Kohle bereithalten.

Wie finde ich eine Kohlebürste in meinem Mass?

Messen Sie die alte Kohle: Grundseite kurz, Grundseite lang und Länge. Über die drei Massfilter grenzen Sie die über 600 Ausführungen auf die passende ein, zusätzlich nach Anschlussart.

Gibt es Kohlebürsten für ein bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Marke?

Für eine Reihe von Geräten und Marken gibt es eine direkte Zuordnung, unter anderem Bosch, AEG, Fein, HILTI, Hitachi, Holz-Her und Metabo. Steht Ihr Gerät nicht in der Liste, kommen Sie über die drei Masse der alten Kohle zum passenden Artikel.
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Motorklemmbretter

Was bedeutet Stern- und Dreieckschaltung am Motorklemmbrett?

Die Klemmbrücken auf dem Klemmbrett verbinden die sechs Wicklungsenden. In Stern liegt an jeder Wicklung die kleinere Sternspannung, in Dreieck die volle Netzspannung. Welche Schaltung zulässig ist, steht auf dem Typenschild des Motors.

Welches Motorklemmbrett passt zu meinem Motor?

Entscheidend sind drei Angaben: der Lochabstand der Befestigung, die Polzahl und das Gewinde der Klemmbolzen. Am schnellsten geht es, wenn Sie das alte Klemmbrett ausmessen oder dessen Bezeichnung bereithalten.

Was bedeuten die Ausführungen a, c und cv?

Die Buchstaben sagen, welches Zubehör vormontiert ist. Bei "c" sind Muttern und U-Scheiben montiert, bei "cv" zusätzlich die Verbindungen. "a" bezeichnet das Klemmbrett ohne Zubehör.
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Anlaufkondensatoren

Was ist der Unterschied zwischen Anlauf- und Betriebskondensator?

Der Anlaufkondensator arbeitet nur während der Startphase und liefert ein hohes Anlaufmoment. Der Betriebskondensator bleibt dauerhaft im Stromkreis und hat eine deutlich kleinere Kapazität. Manche Motoren nutzen beide.

Welche Kapazität braucht mein Anlaufkondensator?

Die Kapazität in Mikrofarad ist vom Motor vorgegeben und darf nicht frei gewählt werden. Sie steht auf dem alten Kondensator oder im Datenblatt des Motors. Im Sortiment stehen Werte von 20 bis 300 Mikrofarad bei 320 Volt.

Warum ist ein Anlaufkondensator nur für Kurzzeitbetrieb ausgelegt?

Elektrolyt-Anlaufkondensatoren sind für kurze Einschaltzeiten gebaut. Bleiben sie dauerhaft im Kreis, überhitzen sie und fallen aus. Wiederholte Ausfälle deuten deshalb oft auf eine fehlerhafte Abschaltung hin, nicht auf den Kondensator.
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Kaltgerätestecker

Was ist ein Kaltgerätestecker?

Ein Kaltgerätestecker ist die steckbare Netzverbindung an einem Gerät nach IEC 60320, bei den Kaltgeräten die Bauformen C13 und C14. Kaltgerät bezieht sich auf die zulässige Temperatur am Anschluss, nicht auf den Strom.

Was ist der Unterschied zwischen Kaltgeräte- und Warmgerätestecker?

Der Unterschied ist die zulässige Temperatur am Anschluss, nicht der Strom. Warmgeräte-Ausführungen sind für höhere Temperaturen gebaut und haben ein anderes Steckgesicht. Ein Kaltgerätestecker passt deshalb nicht in eine Warmgerätebuchse.

Brauche ich einen Einbaustecker oder eine Kabelbuchse?

Der Einbaustecker sitzt fest im Gerätegehäuse, das ist bei Kaltgeräten die Bauform C14. Die Kabelbuchse wird auf die Zuleitung montiert, das ist C13. Im Sortiment gibt es Einbaustecker mit Längs- und mit Querflansch.
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PTC Kaltleiter

Was ist ein PTC Kaltleiter?

Ein PTC Kaltleiter ist ein Temperaturfühler, dessen Widerstand ab einer festgelegten Nenntemperatur sprunghaft steigt. Ein nachgeschaltetes Auslösegerät erkennt den Sprung und schaltet den Motor ab. Er misst dort, wo die Wärme entsteht.

Was ist der Unterschied zwischen Einzelfühler und Drillingsfühler?

Ein PTC Kaltleiter ist ein Temperaturfühler, dessen Widerstand ab einer festgelegten Nenntemperatur sprunghaft steigt. Ein nachgeschaltetes Auslösegerät erkennt den Sprung und schaltet den Motor ab. Er misst dort, wo die Wärme entsteht.

Welche Nenntemperatur braucht mein Kaltleiter?

Die Nenntemperatur richtet sich nach der Wärmeklasse der Wicklung, nicht nach der gewünschten Betriebstemperatur. Bei einem eingebauten Fühler lässt sie sich an den genormten Farben der Kabellitzen ablesen. Lieferbar sind 60 bis 180 Grad Celsius.
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Nockenschalter

Was ist ein Nockenschalter?

Ein Nockenschalter schaltet Strom in fest definierten Stellungen. Nockenscheiben im Inneren legen fest, welche Kontakte in welcher Stellung geschlossen sind. Typische Stellungsfolgen sind 0-I-II, L-0-R oder 0-Stern-Dreieck.

Welche Schaltfunktionen gibt es beim Nockenschalter?

Im Sortiment stehen Hauptschalter, Wendeschalter für die Drehrichtung, Stern-Dreieck-Schalter, Polumschalter nach Dahlander für zwei Drehzahlen, Stufenschalter und Ein-Ausschalter. Über den Filter Schaltfunktion grenzen Sie direkt ein.

Wie viele Pole braucht ein Nockenschalter?

Die Polzahl gibt an, wie viele Strombahnen der Schalter führt, nicht die Polzahl des Motors. Für einen Drehstrommotor sind es üblicherweise drei. Lieferbar sind Ausführungen von einpolig bis sechspolig.
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Kippschalter

Was ist der Unterschied zwischen Kippschalter und Kipptaster?

Der Kippschalter rastet in der Stellung ein, in die der Hebel gelegt wird, und bleibt dort. Der Kipptaster federt von selbst in die Ausgangsstellung zurück, sobald der Hebel losgelassen wird. Technisch sind beide gleich aufgebaut, sie unterscheiden sich nur in der Rückstellung.

Was bedeutet Ein Aus Ein bei einem Kippschalter?

Ein Aus Ein beschreibt einen Schalter mit drei Hebelstellungen. In der Mitte ist er aus, nach beiden Seiten schaltet er je einen eigenen Stromkreis. Die einfachere Ausführung Ein Aus hat nur zwei Stellungen und schaltet einen Kreis.

Wie finde ich Ersatz für einen defekten Kippschalter?

Entscheidend sind der Durchmesser der Bohrung in der Frontplatte, die Polzahl, die Schaltfunktion, die zulässige Spannung und Stromstärke sowie die Anschlussart. Steht eine Typenbezeichnung auf dem alten Schalter, ist das der schnellste Weg zum passenden Ersatz.
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Wippschalter

Was ist der Unterschied zwischen Wippschalter und Kippschalter?

Der Unterschied liegt allein in der Betätigung. Der Wippschalter wird über eine flache Wippe gekippt, der Kippschalter über einen herausstehenden Hebel. Elektrisch sind beide gleich aufgebaut und in denselben Kontaktfunktionen lieferbar.

Wie wird ein beleuchteter Wippschalter angeschlossen?

Ein beleuchteter Wippschalter hat einen Anschluss mehr als ein unbeleuchteter, weil das Leuchtmittel eigene Zuleitung und Rückführung braucht. Die Belegung steht im Datenblatt, die Betriebsspannung des Leuchtmittels ist nicht immer gleich der Schaltspannung.

Was bedeuten Schliesser, Öffner und Wechsler bei einem Schalter?

Ein Schliesser ist im Ruhezustand offen und schliesst den Stromkreis beim Betätigen. Ein Öffner ist im Ruhezustand geschlossen und trennt beim Betätigen. Ein Wechsler hat einen gemeinsamen Anschluss und zwei Ausgänge und schaltet von einem Kreis auf den anderen um.
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Fußschalter

Wofür wird ein Fußschalter eingesetzt?

Ein Fußschalter schaltet eine Maschine mit dem Fuß und hält damit beide Hände für die Arbeit frei. Typisch sind Werkstatt und Produktion, etwa an Pressen, Bohrmaschinen, Schleifböcken, Nähmaschinen und Montageplätzen.

Was ist der Unterschied zwischen Fußschalter und Fußtaster?

Der Fußtaster ist tastend, er schaltet nur solange das Pedal gedrückt wird und federt danach zurück. Der rastende Fußschalter bleibt in der getretenen Stellung stehen. Für Maschinen ist die tastende Ausführung die übliche und sicherere Wahl.

Wann braucht ein Fußschalter eine Schutzhaube?

Eine Schutzhaube ist nötig, sobald ein versehentliches Auslösen möglich ist, also überall dort, wo Material am Boden liegt, Personen den Platz queren oder Werkstücke herabfallen können. Sie verhindert das Auslösen von der Seite und von oben.
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Softstarter

Was macht ein Softstarter?

Ein Softstarter senkt beim Einschalten die Spannung am Motor ab und fährt sie über eine einstellbare Zeit hoch. Dadurch bleiben Anlaufstrom und Anlaufmoment begrenzt. Nach dem Hochlauf läuft der Motor mit voller Spannung, das Gerät greift dann nicht mehr ein.

Softstarter oder Stern-Dreieck: was ist besser?

Die Stern-Dreieck-Schaltung senkt den Anlaufstrom stufig und erzeugt beim Umschalten einen Momentensprung. Der Softstarter arbeitet stufenlos, vermeidet diesen Sprung und braucht weniger Platz und Verdrahtung. Bei empfindlicher Mechanik ist der Softstarter im Vorteil.

Wie wird ein Softstarter ausgelegt?

Die Auslegung richtet sich nach Motorleistung in Kilowatt und Nennstrom bei der vorhandenen Netzspannung, beide Werte stehen auf dem Leistungsschild. Zusätzlich zählen die Art der Last und die Startzahl pro Stunde. Bei schwerem Anlauf ist die nächstgrössere Baugrösse die sichere Wahl.
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Anschlussleitungen

Was bedeuten die Kürzel H05RN-F und H07RN-F?

Die Kürzel beschreiben Aufbau und Spannungsklasse. H steht für eine harmonisierte Bauart, 05 für 300 durch 500 Volt und 07 für 450 durch 750 Volt, R für Gummi als Aderisolierung, N für einen Mantel aus Polychloropren und F für feindrähtige, flexible Leiter.

Gummi oder PUR: welche Anschlussleitung passt wofür?

Gummischlauchleitungen der Typen H05RN-F und H07RN-F sind der Standard für Werkstatt und Gewerbe, öl- und wetterbeständig. PUR-Leitungen der Typen H05BQ-F und H07BQ-F sind deutlich abrieb- und kältefester und die richtige Wahl, wenn die Leitung über Kanten gezogen oder bei Kälte bewegt wird.

Welchen Querschnitt braucht meine Anschlussleitung?

Der Querschnitt richtet sich nach dem Strom des Geräts und nach der Leitungslänge, denn mit der Länge steigt der Spannungsfall. Bei langen Leitungen und hoher Last ist der nächstgrössere Querschnitt sinnvoll. Aufgerollte Leitungen und Kabeltrommeln dürfen weniger Strom führen als abgerollte.
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