Schrumpfschlauch

Schrumpfschlauch isoliert Lötstellen und Verbinder, schützt Leitungen vor Abrieb, kennzeichnet Adern und dichtet mit Innenkleber gegen Feuchtigkeit ab. Beim Erwärmen zieht er sich im Durchmesser zusammen und legt sich eng um das Bauteil.

Hier finden Sie, wann ein Schlauch mit Kleber nötig ist, bei welcher Temperatur er schrumpft, was die Schrumpfrate bedeutet und wie Sie die richtige Grösse finden. Die Werte stammen aus den Datenblättern von HellermannTyton, dem Hersteller der meisten Schrumpfschläuche im Sortiment.

Weiterlesen: Schrumpfschläuche.

Schrumpfschlauch mit oder ohne Kleber: Was ist der Unterschied?

Schrumpfschlauch mit Innenkleber dichtet gegen Feuchtigkeit ab und gibt zusätzlich Zugentlastung. Ohne Kleber isoliert, schützt und kennzeichnet er, dichtet aber nicht. Für feuchte Umgebung ist Kleber die bessere Wahl.

Ist Schrumpfschlauch wasserdicht?

Nur Schrumpfschlauch mit Innenkleber dichtet ab, weil der Kleber die Enden verschliesst. Ein Schlauch ohne Kleber liegt zwar eng an, ist an den Enden aber nicht dicht. Für HIS-A und MA47 nennt HellermannTyton keine IP-Schutzart.

Bei welcher Temperatur schrumpft Schrumpfschlauch?

Das hängt vom Material ab. Die Schrumpfschläuche von HellermannTyton schrumpfen ab etwa 100 °C, mittelwandige ab 120 °C. Im Betrieb halten sie dann zum Beispiel -55 bis +125 °C aus. Geschrumpft wird meist mit Heissluft.

Was bedeutet die Schrumpfrate 2:1, 3:1 oder 4:1?

Die Schrumpfrate ist das Verhältnis von Lieferdurchmesser zu geschrumpftem Durchmesser. Ein Schlauch mit 3:1 schrumpft auf ein Drittel. Je höher die Rate, desto grössere Durchmesserunterschiede kann ein Schlauch überbrücken.

Welche Grösse Schrumpfschlauch brauche ich?

Der Lieferdurchmesser muss über die dickste Stelle passen, der Durchmesser nach dem Schrumpfen muss kleiner sein als die dünnste Stelle. Dazwischen soll der Schlauch mindestens 20 und höchstens 80 Prozent seines Schrumpfvermögens nutzen.
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