Zuerst werden zwei Masse gebraucht: der grösste Durchmesser, über den der Schlauch geschoben werden muss, zum Beispiel ein Verbinder oder eine Lötstelle, und der kleinste Durchmesser, auf dem er fest anliegen soll, meist die Leitung.
Der Lieferdurchmesser muss grösser sein als die dickste Stelle, damit sich der Schlauch ohne Dehnen aufschieben lässt. Der Durchmesser nach dem vollständigen Schrumpfen muss kleiner sein als die dünnste Stelle, damit er dort fest sitzt. In den Tabellen von HellermannTyton ist der Lieferdurchmesser als Mindestmass angegeben und der Schrumpfdurchmesser als Höchstmass.
HellermannTyton empfiehlt die 80:20-Regel: Der Schlauch soll mindestens 20 und höchstens 80 Prozent seines Schrumpfvermögens ausnutzen. Ein Beispiel mit dem HIS-3-9/3, der von 9 auf 3 mm schrumpfen kann, also um 6 mm: Auf einer Leitung mit 4,5 mm Durchmesser nutzt er 4,5 mm, das sind 75 Prozent. Über einem Verbinder mit 7 mm nutzt er 2 mm, also gut 33 Prozent. Beides liegt im empfohlenen Bereich.
Passen zwei Grössen, ist die grössere meist die bessere Wahl, solange sie an der dünnsten Stelle noch fest anliegt. Ist der Unterschied zwischen dicker und dünner Stelle zu gross für 3:1, hilft ein Schlauch mit 4:1 oder 6:1.
Zur Wandstärke gilt: Je dicker die Leitung und je höher die mechanische Belastung, desto dicker sollte die Wand sein. Dünnwandige Schläuche sind flexibel und platzsparend, mittel- und dickwandige schützen besser gegen Abrieb und Schnitte.
Weiterlesen: Was bedeutet die Schrumpfrate?, Schrumpfschläuche.