Zuerst die Schaltfunktion. Für den Motorschutz ist der Öffner die übliche Wahl: Er liegt im Steuerstromkreis des Schützes und schaltet den Motor bei Übertemperatur ab. Ein Schliesser wird verwendet, wenn bei Erreichen der Temperatur etwas eingeschaltet werden soll, etwa eine Warnleuchte oder ein Lüfter.
Die Schalttemperatur richtet sich nach der Isolierstoffklasse der Wicklung und muss unter deren Grenztemperatur liegen, bei Klasse F also unter 155 Grad Celsius. Im Sortiment reicht die Spanne von 70 bis 190 Grad Celsius in feinen Stufen.
Bei Drehstrommotoren wird üblicherweise jede der drei Wicklungen überwacht. Dafür gibt es neben Einzelfühlern auch Drillingsfühler.
Die Fühler gibt es mit 2,5 und mit 10 Ampere Nennstrom. Sie schalten in der Regel nicht den Motorstrom selbst, sondern den Steuerstromkreis eines Schützes oder Motorschutzrelais.