Motor-Betriebskondensatoren

Motor-Betriebskondensatoren

Motor-Betriebskondensatoren (MKP) stabilisieren Drehfeld und Drehmoment im Dauer-/Aussetzbetrieb. Sie sind selbstheilend, optional mit Überdruckabschalter (Sicherheitsklasse P2 nach EN 60252), und kommen im Aluminium- oder Kunststoffgehäuse mit Kabel oder 6,3-mm-Flachsteckern. Typische Daten: 450 V AC, 50/60 Hz, −25…+85 °C, ±5 %; Lebensdauerklassen z. B. A (30 000 h) oder B (10 000 h) je nach Spannung/Kapazität. Für die Montage stehen Bodenbolzen und Spannbänder bereit. Die Auswahl erfolgt nach Kapazität (µF), Nennspannung, Bauform/Anschluss und Einbauraum – so passen die Kondensatoren zu Pumpen, Lüftern, Kompressoren und Werkzeugen. Hersteller-Serien wie Comar MK 450 oder Hydra MKP erfüllen die genannten Klassen und erleichtern die projektsichere Auslegung.
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So finden Sie den passenden Betriebskondensator

Die Kapazität steht auf dem Typenschild des Motors oder auf dem alten Kondensator.

Betriebs- und Anlaufkondensator sind nicht dasselbe. Der Betriebskondensator bleibt dauerhaft im Stromkreis und stabilisiert das Drehfeld. Der Anlaufkondensator wird nach dem Hochlauf abgetrennt, über Fliehkraftschalter oder Anlaufrelais. Wer ihn dauerhaft am Netz lässt, zerstört ihn.

Bei der Nennspannung gilt: im 230-Volt-Netz gehört ein Kondensator mit mindestens 450 Volt hinein, weil an der Hilfswicklung deutlich mehr anliegt als die Netzspannung. Weniger nur dann, wenn der Motorhersteller es ausdrücklich so vorgibt.

Bleiben Anschluss und Einbauraum. Es gibt Ausführungen mit Kabel und mit Flachsteckern, im Alubecher oder im Kunststoffgehäuse, mit Bodenbolzen oder für Spannband. Selbstheilende MKP-Ausführungen mit Überdruckabschalter nach EN 60252 trennen sich am Lebensende selbst ab.