Gummi oder PUR: welche Anschlussleitung passt wofür?

Beide Manteltypen sind für den flexiblen Einsatz gemacht, sie unterscheiden sich in der Belastbarkeit des Mantels. Die Gummischlauchleitung ist weich, gut zu handhaben, öl- und wetterbeständig und deckt den Grossteil der Anwendungen in Werkstatt, Gewerbe und Landwirtschaft ab. Sie ist die bewährte Standardleitung an Maschinen, Geräten und Verlängerungen.

Der Polyurethanmantel ist erkennbar zäher. Er hält mechanischer Beanspruchung besser stand, wenn die Leitung über Kanten gezogen, mit Werkzeug oder Material überfahren oder häufig aufgerollt wird. Ausserdem bleibt er bei niedrigen Temperaturen geschmeidig, während Gummi bei Kälte steifer wird und beim Bewegen eher Schaden nimmt. Auf der Baustelle, im Freien und im Winter ist PUR deshalb die haltbarere Wahl.

Für die Entscheidung genügen zwei Fragen. Wird die Leitung bewegt oder liegt sie fest? Und ist sie mechanischer Beanspruchung oder Kälte ausgesetzt? Liegt sie geschützt und ruhig, ist Gummi ausreichend und günstiger. Wird sie täglich bewegt, überfahren oder friert sie ein, rechnet sich PUR über die Lebensdauer.

Beim Ersatz gilt in jedem Fall: der neue Typ muss mindestens die Eigenschaften des alten haben. Eine Gummischlauchleitung durch eine PVC-Leitung zu ersetzen ist in bewegten oder feuchten Anwendungen nicht zulässig, PVC ist dafür nicht gebaut. Beide Manteltypen stehen bei den konfektionierten Anschlussleitungen und als PUR-Kabel Meterware.

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