Was ist der Unterschied zwischen DIN 46234 und DIN 46235?

Rohrkabelschuhe werden mit Presswerkzeug und passendem Einsatz verpresst. Damit die Verbindung dauerhaft hält, müssen Kabelschuh, Leiter und Pressform zusammenpassen. Die Grundlagen zum Crimpen beschreibt eine eigene Antwort, hier geht es um die Besonderheiten bei Rohrkabelschuhen.

Erster Schritt ist die Auswahl. Rohrkabelschuhe in Normalausführung sind für mehrdrähtige Leiter gedacht. Für fein- und feinstdrähtige Leiter gibt es eigene Ausführungen mit angepasstem Rohr, im Sortiment zum Beispiel die Weitkowitz Rohrkabelschuhe für feindrähtige Leiter mit dem Zusatz F im Querschnitt.

Abisoliert wird nach Klauke etwa 10 Prozent länger als das Einschubmass des Kabelschuhs. Der Leiter wird vollständig bis zum Anschlag eingeführt. Ausführungen mit Sichtloch zeigen, ob er weit genug steckt.

Gepresst wird mit dem Einsatz, den der Hersteller für Kabelschuh und Querschnitt vorgibt. Die erste Pressung liegt immer auf der Anschlussseite, die weiteren folgen in Richtung Leitung. Wie oft gepresst wird, zeigen bei Presskabelschuhen nach DIN 46235 Markierungen auf dem Schaft, bei Rohrkabelschuhen steht es im Katalog des Herstellers. Bei Dornpressung werden Rohrkabelschuhe für feindrähtige Leiter laut Klauke bis 185 mm² einmal und ab 240 mm² zweimal gepresst, bei Sechskantpressung gilt die Angabe im Herstellerkatalog.

Herstellereigene Pressformen sind auf das eigene Kabelschuhsystem abgestimmt. Die Weitkowitz Presszangen PW 6/50 und PW 10/120 sind deshalb ausdrücklich für Weitkowitz Rohrkabelschuhe und Verbinder der Standard-Serie gebaut. Nach dem Pressen sitzt der Kabelschuh fest, ohne Risse am Rohr und ohne herausstehende Drähte.

Weiterlesen: Wie crimpt man Aderendhülsen und Kabelschuhe richtig?, Presszangen und Crimpwerkzeuge.

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