Die Stern-Dreieck-Schaltung ist die klassische Anlaufhilfe. Der Motor startet in Sternschaltung, bekommt dadurch eine reduzierte Spannung und zieht weniger Strom. Nach einigen Sekunden schaltet ein Schütz auf Dreieck um, und der Motor liegt voll am Netz. Der Aufbau braucht drei Schütze, ein Zeitrelais und eine entsprechende Verdrahtung, dafür ist er robust und günstig in den Bauteilen.
Der Nachteil liegt im Umschaltmoment. Beim Wechsel von Stern auf Dreieck springt das Drehmoment sprunghaft nach oben und der Strom kurzzeitig ebenfalls. Für die Mechanik ist das ein Schlag, für das Netz eine zweite Belastungsspitze. Ausserdem muss der Motor in Dreieck geschaltet für die Netzspannung ausgelegt und mit sechs Anschlüssen herausgeführt sein.
Der Softstarter arbeitet stufenlos und hat keinen Umschaltpunkt. Das Moment steigt gleichmässig, es gibt keinen Sprung und keine zweite Stromspitze. Er braucht weniger Platz im Schaltschrank als eine Schützkombination, deutlich weniger Verdrahtung und lässt Anlaufzeit und Startmoment einstellen. Er funktioniert auch bei Motoren mit nur drei herausgeführten Anschlüssen.
Die Auswahl richtet sich nach der Anwendung. Bei empfindlicher Mechanik, bei Riementrieben, bei Pumpen mit Druckstossproblemen und bei begrenztem Platz spricht alles für den Softstarter. Wo eine bewährte Stern-Dreieck-Kombination steht und keine Probleme macht, gibt es keinen Grund zum Umbau. Beide Wege finden Sie bei den Softstartern und bei den Schützen.