Welchen Querschnitt braucht meine Anschlussleitung?

Zwei Grössen bestimmen den Querschnitt. Die erste ist der Strom, den das Gerät zieht, er ergibt sich aus der Leistung und der Spannung und steht meist auf dem Typenschild. Die zweite ist die Länge der Leitung, denn jeder Meter erzeugt einen Spannungsfall. Bei einer kurzen Leitung ist das unerheblich, bei einer langen kommt am Gerät messbar weniger Spannung an, es läuft mit weniger Leistung und die Leitung wird warm.

Deshalb reicht es nicht, nur nach dem Strom zu gehen. Wer eine lange Zuleitung zu einer Maschine legt oder eine Verlängerung über mehrere Meter baut, sollte den nächstgrösseren Querschnitt nehmen, auch wenn der Strom allein den kleineren zulassen würde. Das ist besonders bei Motoren wichtig, denn ein zu geringer Querschnitt verschlechtert den Anlauf.

Ein Punkt wird oft übersehen: aufgerollte Leitungen dürfen weniger Strom führen als abgerollte. Im Ring oder auf der Trommel kann die Wärme nicht abgeführt werden, deshalb geben Hersteller für Kabeltrommeln zwei Werte an, einen für den aufgerollten und einen für den abgerollten Zustand. Wer eine Trommel unter Vollast betreibt, muss sie abrollen.

Bei der Aderzahl gilt: zwei Adern ohne Schutzleiter nur für schutzisolierte Geräte, drei Adern für einphasige Geräte mit Schutzleiter, vier oder fünf Adern für Drehstrom. Wer selbst konfektioniert, braucht zusätzlich den Aussendurchmesser der Leitung, damit die Zugentlastung des Steckers passt. Die passenden Teile stehen bei den Steckern und Stromverteilern, die Leitungen in der Kategorie Anschlussleitungen.

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