Wie wird ein Softstarter ausgelegt?

Der Ausgangspunkt ist das Leistungsschild des Motors. Dort stehen die Nennleistung in Kilowatt und der Nennstrom bei der jeweiligen Spannung. Bei 400 Volt Drehstrom lässt sich damit die Baugrösse direkt zuordnen, im Sortiment sind Geräte von 1,5 bis 45 Kilowatt lieferbar.

Entscheidend ist zusätzlich die Art der Last, denn sie bestimmt, wie viel Moment beim Start gebraucht wird und wie lange der Hochlauf dauert. Pumpen und Lüfter laufen leicht an, ihr Widerstandsmoment steigt erst mit der Drehzahl. Kompressoren, Rührwerke, Sägen mit schwerem Schwungrad und beladene Förderbänder brauchen von der ersten Umdrehung an viel Moment und damit eine längere Rampe bei höherem Startmoment.

Der dritte Punkt ist die Startzahl. Jeder Start belastet die Leistungshalbleiter thermisch, deshalb geben die Hersteller eine zulässige Anzahl Starts pro Stunde an. Wird häufiger geschaltet, etwa bei einer Pumpe im Taktbetrieb, ist ein grösseres Gerät zu wählen, auch wenn Leistung und Strom das kleinere zulassen würden.

Zwei Dinge gehören noch dazu. Der Softstarter ersetzt den Motorschutz nicht, Überlast- und Kurzschlussschutz müssen vorgeschaltet bleiben, sofern das Gerät sie nicht ausdrücklich mitbringt. Und die Halbleiter geben Wärme ab, im Schaltschrank braucht das Gerät den vom Hersteller angegebenen Freiraum für die Kühlung. Bei Unsicherheit hilft die Beratung, die passenden Baugrössen stehen in der Kategorie Softstarter.

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