PTC steht für positiven Temperaturkoeffizienten. Der Widerstand eines Kaltleiters wächst mit der Temperatur, und zwar nicht gleichmässig, sondern ab einem festgelegten Punkt sehr steil. Genau dieser Sprung wird ausgewertet.
Der Fühler wird in die Motorwicklung eingelegt oder an eine kritische Stelle angelegt. Bis zur Nenntemperatur bleibt der Widerstand niedrig. Wird sie erreicht, steigt er innerhalb weniger Kelvin um ein Vielfaches. Das Auslösegerät erkennt den Wert und trennt den Motor vom Netz.
Der Vorteil gegenüber einer Strommessung: der Kaltleiter sitzt an der Wärmequelle. Er erkennt deshalb auch Fälle, in denen der Strom unauffällig bleibt, etwa bei ausgefallener Kühlung. Wichtig ist, dass ein Kaltleiter allein nicht schützt, er braucht immer ein Auslösegerät.